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Fachzeitschrift

Betroffene & Interessierte

Wegweiser | Behandlung | Lebenslinien | Kinder | Erwachsene

Ein kleiner rothaariger Junge flĂŒstert seiner Mutter etwas ins Ohr
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Wie erkennt man Mutismus?

Gerade fĂŒr die Eltern (s)elektiv mutistischer Kinder ist das eines der grĂ¶ĂŸten Probleme, denn meist sprechen diese Kinder ja in der vertrauten heimischen Umgebung ungehemmt mit allen Mitgliedern der Kernfamilie. Dass diese Kinder aber im Kindergarten oder in der Schule beharrlich schweigen, wenn sie von der KindergĂ€rtnerin, einem Lehrer oder dem Hausmeister angesprochen werden, wird von den eigenen Eltern leider oft erst viel zu spĂ€t erkannt. Deswegen unsere Empfehlung: Erkundigt euch bitte immer detailliert danach, ob sich euer Kind auch im Kindergarten bzw. in der Schule kommunikativ normal verhĂ€lt. Zeigt es dagegen eine oder mehrere der folgenden AuffĂ€lligkeiten, so ist eine erhöhte Aufmerksamkeit angebracht:

  • Schweigen gegenĂŒber bestimmten Menschen, Menschengruppen oder in spezifischen Situationen
  • Quantitativ leicht oder stark erhöhtes Kommunikationsverhalten zu Hause, das sich beim Erscheinen von fremden Personen oder in fremden Situationen schlagartig einstellt
  • Angst, sich körperlich zu erproben (Fahrrad fahren, Schwimmen, Klettern)
  • Angst, im Fokus der Aufmerksamkeit zu stehen. Sorge darum, wie man selbst auf andere wirkt
  • Angst vor körperlicher NĂ€he zu Fremden, Angst alleine zu schlafen, gelegentliches BettnĂ€ssen

Wie erklÀre ich es Kindern?

Ein Video von der KJP Uni Gießen - Greta Saiz

Auf anschauliche Art und Weise erklĂ€rt Greta Saiz, von der FörderpĂ€dagogische und Klinische Kinder- und Jugendpsychologie der Justus-Liebig-UniversitĂ€t Gießen, Kindern was Selektiver Mutismus bedeutet.

Welche Therapie-Konzepte gibt es?

SYMUT, PCIT-SM, DortMuT, KoMuT - alle Therapiekonzepte haben das Ziel, den Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen dabei zu helfen, den selektiven Mutismus zu ĂŒberwinden. Die Einbindung der Eltern, PĂ€dagogen und anderen therapeutischen und nicht therapeutischen Institutionen spielt bei jedem Konzept eine zentrale Rolle. Wir möchten euch die wichtigsten Therapiekonzepte vorstellen. So könnt ihr euch ein Bild darĂŒber machen und besser entscheiden, welches Konzept am besten zu Euch oder zu eurem Kind passt.  

Systemische Mutismus-Therapie - SYMUTÂź

Autorin: Laura Schaerer

Die Systemische Mutismus-Therapie (kurz SYMUTŸ) wurde von Dr. Boris Hartmann entwickelt und 2004 erstmals veröffentlicht.

Es handelt sich um eine direktive, d.h. auf das Sprechen ausgerichtete Therapieform, bei der das Sprechen in kleinen Schritten – wie beim Erwerb der Sprache von kleinen Kindern – von GerĂ€uschen/Lauten, ĂŒber Silben, Wörtern, SĂ€tzen hin zum freien Sprechen aufgebaut wird.

Gesamtes Umfeld wird in die Therapie einbezogen

Die Therapie eignet sich fĂŒr Kinder, Jugendliche und Erwachsene und lĂ€sst sich individuell dem Alter und dem Schweregrad des Mutismus anpassen. Empfohlen werden zwei Therapiestunden pro Woche und die Therapie kann ambulant durchgefĂŒhrt werden. Die systemische Arbeit ist in dieser Therapieform von zentraler Bedeutung und meint, dass das gesamte Umfeld (Familie, Kindergarten, Schule, Institutionen u.a.) in die Behandlung einbezogen werden und alle mithelfen. Ziel der Therapie ist, dass die Betroffenen den Mutismus ĂŒberwinden, normal kommunizieren und den Alltag selbstĂ€ndig bewĂ€ltigen können.

Eine grundlegende Annahme des systemischen Ansatzes ist es, dass der Mutismus nicht durch ein Einzelereignis (z.B. ein Trauma) ausgelöst wird, sondern die genetische Veranlagung im Zusammenspiel mit der Umwelt eine wichtige Rolle spielt. Damit werden mögliche SchuldgefĂŒhle der Eltern, dass sie etwas falsch gemacht und am Mutismus schuld sein könnten, abgebaut. Gleichzeitig wird aber, auch anhand einer umfangreichen Diagnostik, aufgezeigt, wie das Verhalten der Familie oder des Umfelds das Überwinden des Mutismus negativ beeinflussen bzw. die Aufrechterhaltung verstĂ€rken kann.
Zum Beispiel indem sie aus Sorge die Betroffenen vor angstauslösenden Situationen schĂŒtzen und fĂŒr sie sprechen oder ihnen Aufgaben abnehmen.

Beratung und Elternarbeit

Die Beratung und Elternarbeit ist ein wichtiger Bestandteil der Therapie. Die Eltern lernen wie sie mit dem Kind das Sprechen im Alltag ĂŒben können. Das regelmĂ€ĂŸige Üben hat einen großen Einfluss auf den Therapieerfolg.

In GesprĂ€chen mit dem ganzen Umfeld (Kindergarten, Schule u.a.) wird auch gemeinsam nach Möglichkeiten gesucht, wie das Sprechen aus der Therapie in den Alltag ĂŒbertragen werden kann. Die Therapie geschieht also nicht im stillen KĂ€mmerchen, sondern das Umfeld wird aktiv mit einbezogen: alle mĂŒssen mithelfen und Verantwortung ĂŒbernehmen.

Wichtig bei jeder Therapie – und bei selektivem Mutismus wahrscheinlich umso wichtiger – ist eine stabile, vertrauensvolle Beziehung. Dem Beziehungsaufbau kommt gerade zu Beginn der Therapie eine große Bedeutung zu. Gleichzeitig wird von Anfang an in kleinen Schritten direkt am Sprechen gearbeitet. Auf spielerische Art wird dem Kind bewusst gemacht, wo das Sprechen ĂŒberall benötigt wird.

Das Mutismus-Gespenst

Die Symptomatik des Mutismus, bzw. des Nichtsprechens, wird benannt und dem Kind altersgerecht die Bedeutung der Therapie erklĂ€rt. Mithilfe des Mutismus-Gespensts wird z.B. der Therapieprozess bzw. das Therapieziel veranschaulicht: in drei gemeinsam gezeichneten Bildern ist das Gespenst (der Mutismus) zunĂ€chst ganz groß und das Kind ganz klein. Das Kind lĂ€sst sich aber nicht einschĂŒchtern und kĂ€mpft mit dem Gespenst: mit jedem GerĂ€usch, jedem Wort wird das Gespenst immer kleiner, bis zum Schluss das Kind ganz groß und das Gespenst nur noch winzig klein ist.
Damit erhĂ€lt das Schweigen, resp. das Nicht-Sprechen-können des Kindes in gewissen Situationen einen Namen und wird nicht lĂ€nger als Teil der eigenen Persönlichkeit angesehen, sondern als etwas Äußerliches, das man bekĂ€mpfen/ĂŒberwinden kann: als Team, zusammen mit dem Therapeuten bzw. der Therapeutin und mit Hilfe des gesamten Umfeldes.

Der Mund wird aufgeweckt

Ab der ersten Therapiestunde wird zudem mithilfe von mundmotorischen Übungen (Puste- und Blasspiele) der Mund «aufgeweckt» und mit verschiedenen Spielen und Geschichten erste GerĂ€usche/Laute wie z.B. «sch, sch, sch» fĂŒr die Lokomotive produziert. Die Laute werden im weiteren Verlauf zu Silben, zu Wörtern und zu SĂ€tzen zusammengesetzt bis hin zum freien Sprechen.

Eine effiziente Therapie sollte erste lautsprachliche Äußerungen innerhalb von 20 Therapieeinheiten möglich machen. Die Erfolge in der Therapie sind auch wichtig fĂŒr die Motivation des Kindes und des Umfeldes. Sobald das Kind in der Therapiesituation SĂ€tze sprechen kann, geht es mit der Therapie auf die Straße bzw. in das reale Leben: In der Apotheke wird z.B. nach einer Zeitschrift, im Laden nach einem Artikel, oder bei Passanten nach der Uhrzeit gefragt. Auch das Telefonieren wird in der Therapie geĂŒbt und als Aufgabe mit nach Hause gegeben.

Therapie-Vertrag mit dem Kind

In dieser Zeit wird auch ein Vertrag mit dem Kind ausgearbeitet, mit welchem das Kind im Kindergarten/in der Schule fĂŒr das Sprechen Punkte erhĂ€lt, und so zusĂ€tzlich motiviert wird, das Sprechen in den Alltag zu ĂŒbertragen.

Sobald sich die Therapieerfolge auch verlÀsslich im Alltag zeigen, kann die Therapie mit einem Hinweis auf eine Nachbetreuung (erneute Vorstellung nach 3 und 6 Monaten) beendet werden.
Boris Hartmann gibt Erfahrungswerte fĂŒr die Mutismustherapie von 9-12 Monate fĂŒr Kindergarten und Grundschulkinder und 18-24 Monaten fĂŒr Jugendliche und Jungerwachsene an. 

 

Mutig Sprechen: PCIT-SM

Die Parent Child Interaction Therapy Adapted for Selective Mutism

Autorin: Sabine Laerum
zertifizierte PCIT-SM Therapeutin, Patholinguistin, LogopopÀdin, Magistra Rhetorik und Linguistik

Jeder Tag des Schweigens ist nicht neutral. Ein Beispiel: Ein Schuljahr hat durchschnittlich 40 Wochen, eine Schulwoche besteht aus etwa 24 Lektionen. Angenommen, ein Kind kann zwei Fragen pro Lektion nicht beantworten, so sammeln sich 1.920 unbeantwortete Fragen pro Schuljahr an. Rechnet man nun noch all die Alltagssituationen dazu, in denen das Kind still ist, obwohl es sprechen möchte, steigt die Zahl der Schweigemomente ĂŒber die Jahre leicht in die Hunderttausende.  

Kann ein Kind nicht sprechen, möchten die meisten Menschen helfen: Lehrpersonen stellen Fragen auf eine Art und Weise, dass das Kind nur Nicken oder KopfschĂŒtteln braucht. Eltern ordern das Essen im Restaurant, berichten der Ärztin, wo es dem Kind weh tut, sagen dem Erzieher, dass ihr Kind in der Puppenecke spielen möchte, erklĂ€ren Fremden ihr Kind schweige, weil es schĂŒchtern sei. Das ist alles gut gemeint. Aber es bewirkt, dass sich das Schweigen immer tiefer einschleift.

Was wĂ€re, wenn das Kind jeden Tag Menschen an seiner Seite hĂ€tte, die ihm im Alltag helfen, das Mutige Sprechen zu wagen? Genau hier setzt die forschungsgeprĂŒfte Verhaltenstherapie Parent-Child Interaction Therapy Adapted for Selective Mutism (PCIT-SM, Catchpole, Young, Baer & Salih, 2019) an.

Mit PCIT-SM lernen die Eltern und weitere Bezugspersonen (z.B. Lehrpersonen), ihr eigenes Verhalten in Kommunikationssituationen so zu verĂ€ndern, dass sie das Kind gezielt beim mutigen Sprechen stĂŒtzen zu können, statt unwissentlich das Schweigen zu stĂ€rken. Neben verhaltenstherapeutischen Methoden lernen sie dafĂŒr Aspekte der Spieltherapie sowie sprachtherapeutische Vorgehensweisen zu verknĂŒpfen. Konkret bedeutet das z.B. zu ĂŒben, in Kommunikationssituationen zunĂ€chst zu 100% die Sprecherwartung herauszunehmen, indem das Kind unter anderem nichts gefragt wird. Erst wenn es sich „aufgewĂ€rmt“ hat, bekommt es gestaffelte Sprechchancen. Ziel ist, dass es sich dem Sprechen in kleinen Schritten annĂ€hern kann, statt es wie gewohnt zu vermeiden.

Die Eltern sind bei PCIT-SM SchlĂŒsselfiguren, weil sie – gerade, solange ihre Kinder jung sind – sehr viel Zeit mit ihnen verbringen und ihnen darum im Alltag gut helfen können, viele erfolgreiche Sprechmomente zu erleben. Weil das Sprechen aber meisten besonders im Kindergarten und in der Schule schwerfĂ€llt, mĂŒssen auch die Lehrpersonen eingebunden werden, so dass ein Helferteam entsteht.

Im Kontakt mit der therapierenden Person muss das Kind keinesfalls sprechend starten, um sich voll auf die Therapie einzulassen. ZunĂ€chst geht es darum, die Beziehung zu stĂ€rken, bevor in einer weiteren Behandlungsphase dazu ĂŒbergegangen wird, das Kind zu angstauslösenden AktivitĂ€ten herauszufordern, wie z.B. das Sprechen mit neuen Menschen. Dabei wird immer in so kleinen Schritten vorgegangen, dass das Kind auf Erfolgskurs gesetzt und nicht ĂŒberfordert wird.

Ein Merkmal, das PCIT-SM von anderen AnsĂ€tzen unterscheidet, ist die Tatsache, dass die Bezugspersonen in Kommunikationssituationen unmittelbar gecoacht werden, um die neuen Interaktionsmuster einzuĂŒben. In der therapeutischen Praxis kann das Coaching am leichtesten durchgefĂŒhrt werden, wenn zwei Zimmer mit einem Einwegspiegel verbunden sind und die therapierende Person die Eltern ĂŒber einen kabellosen Ohrhörer coacht. Per Internet kann das Live-Coaching mit Tablets, Laptops und Telefon umgesetzt werden.

Entwickelt wurde PCIT-SM von Dr. Steven Kurtz (www.kurtzpsychology.com), einem New Yorker Kinder- und Jugendpsychologen, der seit ĂŒber 20 Jahren mit betroffenen Kindern und deren Familien arbeitet. Die Wirksamkeit von PCIT-SM wurde in zwei randomisiert-kontrollierten Studien zur Einzel- und Gruppentherapie positiv beurteilt (Catchpole et al., 2019; Cornacchio et al., 2019). So zeigte z.B. Catchpole et al. eine deutliche Verbesserung des Sprechens im Vergleich zur Wartelistengruppe (Cohen‘s d = 1,80).

Je nach Therapieansatz kann die Behandlung des selektiven Mutismus verhaltenstherapeutische und kognitiv-verhaltenstherapeutische Strategien, logopĂ€dische Therapie und Medikamente umfassen - es gibt mehrere forschungsbasierte Behandlungsoptionen. (Hier ggf. mit den anderen AnsĂ€tzen verlinken?) Kein Ansatz wird fĂŒr alle Kinder perfekt passen, aber die Therapie sollte idealerweise unter der Obhut einer auf den selektiven Mutismus spezialisierten Fachperson erfolgen. Eine Liste von in PCIT-SM zertifizierten Fachpersonen findet sich hier: www.kurtzpsychology.com/behavior-problems/pcit-sm-certified-therapists/

Dortmunder Mutismus Therapie - DortMuT

Autoren: Katja Subellok & Kerstin Bahrfeck

Dortmunder Mutismus Zentrum im SPA

Die Dortmunder-Mutismus-Therapie (DortMut) (Subellok et al. 2012) ist eine Weiterentwicklung des Therapieansatz von Katz-Bernstein (2015, erstmals 2005). Das Team des Sprachtherapeutischen Ambulatoriums der TU Dortmund kann auf eine langjĂ€hrige positive Erfahrung mit der erfolgreichen DurchfĂŒhrung von DortMuT bei schweigenden Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen zurĂŒckblicken. Mittlerweile wird deutschlandweit nach dieser Konzeption gearbeitet.

Ausgangspunkt: So verstehen wir selektiven Mutismus

GrundsĂ€tzlich wird allen schweigenden Menschen unterstellt, dass sie mit anderen kooperieren und sprechen MÖCHTEN, es aber aktuell (noch) nicht KÖNNEN. Das Schweigen wird primĂ€r nicht als Störung betrachtet, sondern als eine fĂŒr ein betroffenes Kind zunĂ€chst subjektiv sinnhafte Strategie, mit nicht anders zu lösenden problematischen UmstĂ€nden umzugehen. Gearbeitet wird mit der Unterstellung, dass es ihm gelingen wird, diese lĂ€ngerfristig nicht funktionale Strategie des Schweigens zu ĂŒberwinden. FĂŒr diesen Prozess erfĂ€hrt es mit seiner Familie in der DortMuT eine engmaschige therapeutische Begleitung.

Ziele der Therapie

Vorrangiges Ziel jeder Mutismustherapie ist es selbstredend, dass ein schweigender Mensch in möglichst allen Lebenssituationen sprechen kann. Dabei soll er sich als kompetenter sozialer Akteur erleben, der zur Gestaltung einer unbeschwerten Kommunikation mit Peers, Fachpersonen, Erwachsenen etc. (irgendwann) gleichermaßen beitrĂ€gt. Konkret bedeutet es fĂŒr die Therapie, möglichst viele und freudvolle selbstwirksame Interaktionssituationen erleben zu dĂŒrfen. Im Einzelnen wird auf drei Ebenen angesetzt:

  1. Strukturebene

Das Schweigen hat eine subjektive innere Logik, die aus der Geschichte des betroffenen Kindes bzw. Jugendlichen zu verstehen ist. Es gilt, die Motivation zum Sprechen zu stĂ€rken und die GrĂŒnde, die womöglich dagegensprechen, zu mildern. DafĂŒr mĂŒssen - nicht bewusste - Überzeugungen hinterfragt, durch neue ersetzt sowie verpasste Entwicklungsprozesse nachgeholt werden. Ziel ist es, dass sich das Selbstbild des Betroffenen als ‚Schweiger‘ nachhaltig in Richtung ‚kompetenter Sprecher‘ verĂ€ndert.

  1. Symptomebene

Das Erscheinungsbild und die AusprÀgung des Schweigens sowie der Begleitsymptomatik können sehr unterschiedlich sein. Ziele sind hier der strukturierte Aufbau und die Erweiterung (non-)verbaler Kommunikationsmöglichkeiten.

  1. Systemebene

Das Schweigen steht immer in Wechselbeziehung zu den Lebenswelten des Betroffenen, seien es Kita, Schule, Ausbildung, Peers, Großeltern etc. Deswegen werden die Umfelder nach Möglichkeit engmaschig in die Therapie eingebunden. Ziel ist es, aufrechterhaltende Faktoren des Schweigens zu reduzieren und möglichst optimale Bedingungen fĂŒr das Sprechen herzustellen.

Flexibler Methodeneinsatz (hier: Auswahl)

  1. Strukturebene

Der sichere Ort – SAFE Place – ist Basis fĂŒr die therapeutische Beziehungsgestaltung. Der Therapieraum wird als bewertungsfreier Raum erlebt, in dem Schweigen sein darf. Methodisch wird der SAFE PLACE bei jĂŒngeren Kindern durch HĂ€userbau (Kissen, Seilchen, TĂŒcher
.) symbolisiert: ein Haus fĂŒr das Kind (ggfs. mit einem Elternteil), eins fĂŒr die Therapeutin mit Handpuppe) etc. Die HĂ€user ermöglichen Kontakt (Besuche) und RĂŒckzug und erlauben dem Kind, NĂ€he- und DistanzbedĂŒrfnisse selbstwirksam zu regulieren.

Im Symbol- und Rollenspiel können die Kinder eigene BewĂ€ltigungsstrategien entwickeln, wie sie mit bedrohlichen Situationen umgehen können – ggfs. auch schweigend. Über selbstwirksame Rollen erweitern sie ihre IdentitĂ€t.

Mit Ă€lteren Kindern und Jugendlichen wird das Schweigen direkt thematisiert. Viele sind im Hinblick auf das Sprechen ambivalent: Es gibt GrĂŒnde fĂŒr das Sprechen sowie aus ihrer persönlichen Erfahrung heraus auch nachvollziehbare GrĂŒnde fĂŒr das Schweigen. Beide Seiten werden bewusst gemacht und gewĂŒrdigt, um sukzessive die Sprechmotivation zu steigern und die Ängste und Blockaden zu reduzieren, die noch im Weg stehen.

  1. Symptomebene

JĂŒngere Kinder finden im unbeschwerten Spiel oft von allein ins Sprechen. Bei Ă€lteren Kindern und Jugendlichen braucht es meistens eine bewusste Entscheidung dazu. Die einzelnen Schritte werden allerdings mit den Betroffenen ausgehandelt, so dass sie mit Verantwortung fĂŒr ihren individuellen Weg und ihr Tempo ĂŒbernehmen und auch Grenzen setzen können, wo etwas (noch) nicht vorstellbar ist. Manchmal ist es erforderlich, Sprechleistungsstufen (erst Laute, dann Silben, dann Wörter usw.) konsequent einzuhalten.

  1. Systemebene

Die Therapie ist grundsĂ€tzlich geöffnet fĂŒr Besuche von außen oder Besuche der Therapeutin in die anderen Kontexte (Kita, Schule etc.). Allerdings mĂŒssen die Kinder/Jugendlichen einverstanden und orientiert sein, wann welche Kontakte stattfinden. Die Vernetzung der sozialen Kontexte ist wichtig, um neue erworbene FĂ€higkeiten auch auf andere Situationen und Personen zu ĂŒbertragen. Vernetzte Elternbegleitung und Beratung von Fachpersonen sind in der DortMuT unverzichtbar.

Therapieende und Nachsorge

Wenn Kinder/Jugendliche zwar noch gerne zur Therapie kommen, doch auch andere AktivitĂ€ten attraktiver finden, kĂŒndigt sich hĂ€ufig das Therapieende an. In der Regel ist dann auch der therapeutische Auftrag erledigt. Ein flexibles Angebot zur Nachsorge ĂŒber Elternberatung, vereinzelte Kontrolltermine oder Auffrischungsphasen können genutzt werden.

 

Text in Anlehnung an:
Bahrfeck, K., Subellok, K., & Starke, A. (2017). Mutismus. In Mayer, A. & Ulrich, T. (Hrsg.), Sprachtherapie mit Kindern (S. 472-511). MĂŒnchen/Basel (Ernst Reinhardt).

Die Kooperative Mutismustherapie - KoMut

Autor: Jens Kramer

StillLeben e.V. Hannover

Wir verstehen uns nicht als Selbsthilfegruppe, sondern als Initiative von Fachleuten fĂŒr Fachleute.

Ausgehend von unseren praktischen Erfahrungen mit den betroffenen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen sowie deren Familien und Bezugssystemen, haben wir im Rahmen unserer Initiative StillLeben e.V. die sogenannten Bausteine der Kooperativen Mutismustherapie entwickelt.

Sie basieren auf der Verbindung des Konzepts der Kooperativen PĂ€dagogik und der Systemtheorie. Es handelt sich mit der Kooperativen Mutismustherapie (KoMut) um ein ganzheitliches Konzept, bei dem die selbstbestimmte Kommunikation und Kooperation mit den Betroffenen und ihrem Bezugssystem im Fokus steht.
Die Bausteine werden fĂŒr das jeweilige Kind, die Jugendlichen oder Erwachsenen und den Meschen in ihren Lebenswelten angepasst und mit verschiedenen Methoden gefĂŒllt.

Die Bausteine unseres Therapiekonzeptes

Die Basis der gemeinsamen Arbeit bildet das Thema „BrĂŒcken bauen“ auf unterschiedlichsten Ebenen. Es geht z.B. darum die Welt des Sprechens mit der Welt des Nicht-Sprechens zu verbinden und Angebote zu gestalten, die mit allen Beteiligten abgestimmt sind und auf diese Weise nachhaltig wirken.

Strukturell verlĂ€uft der Prozess in der Therapie - aber auch in der schulische Arbeit - ĂŒber bestimmte Haltungen, die wir als professionell Arbeitende einnehmen. ZunĂ€chst warten wir ab, nehmen Kontakt auf, begleiten und versuchen so die Innenperspektive der Betroffenen nachzuvollziehen. Wenn wir ausreichend Vertrautheit hergestellt haben muten wir verstĂ€rkt auch Aufgaben zu. Wobei die Schwierigkeitsstufen nicht vorgegeben, sondern mit den betroffenen Personen gemeinsam entwickelt werden. So kann z.B. im Rahmen der Hierarchiearbeit zusammen entwickelt werden, welche Ressourcen bereits unter welchen Bedingungen genutzt werden können. Es können aber auch angemessen schwierige nĂ€chste Schritte gemeinsam herausgearbeitet werden. Und wir können mit dem System und dem betroffenen Kind zu schwierige Aufgaben verhindern, die die Entwicklung hemmen.

Wir gehen davon aus, dass das Nicht-Sprechen zunĂ€chst eine sinnvolle Strategie ist, bzw. war und die Betroffene von sich aus den Weg zum Sprechen gehen und wir sie professionell unterstĂŒtzen.

Damit sowohl Fachleute als auch Betroffene und Angehörige sich ein erstes Bild machen können, bieten wir online und kostenlos den Deutschen Mutismus Test (DMT-KoMut) an. Nach DurchfĂŒhrung dieses Screenings kann eine pdf-Datei mit Hilfestellungen ausgedruckt werden.

 

Zielsetzung der Initiative StillLeben e.V. Hannover:

Oberstes Ziel unserer Initiative ist es, das Thema „selektiver Mutismus“ in unserer Gesellschaft bekannter zu machen. DarĂŒber hinaus stellen wir Fachleuten Handlungshilfen zur VerfĂŒgung, um dadurch behindernde Bedingungen fĂŒr Betroffene zu reduzieren, bzw. sie in ihrem Alltag zu unterstĂŒtzen. Dazu haben wir umfassende Materialien gestaltet und bieten sie i.d.R. kostenfrei an.

Inzwischen gibt es FaltblĂ€tter fĂŒr Eltern, Erzieherinnen, Lehrer und Ärzte. Zudem bieten wir FaltblĂ€tter fĂŒr Eltern in 11 verschiedenen Sprachen an.

In unserem Therapeutennetzwerk finden sich derzeit ĂŒber 250 Therapeutinnen zumeist aus Deutschland aber auch aus Österreich und der Schweiz. Dadurch ist es fĂŒr Betroffene und Angehörige wohnortnah Kontakt zu Fachleuten aufzunehmen.
Sind Sie Therapeutin, so können Sie hier ein Aufnahmeformular finden und so die Möglichkeit bekommen, von PatientInnen gefunden zu werden.

Neugierig geworden? Dann besuchen Sie uns gerne auf unserer Seite www.selektiver-mutismus.de

Ein großes Dankeschön fĂŒr die Kooperationsbereitschaft geht an: Kerstin Bahrfeck & Katja Subellok, Jens Kramer, Sabine Laerum und Laura Schaerer.

Mutismus Hotlines

Mutismus-Sprechstunden ist ein Beratungsangebot einzelner Praxen. Achtet bitte genau auf die angegebenen Zeiten, um den Praxisablauf zu gewÀhrleisten.

Bieten auch Sie eine Mutismus Hotline an?

Jetzt in die Liste eintragen

  • Institut fĂŒr Sprachtherapie
    Dr. Boris Hartmann
    Telefon: 01805121300 (Deutschland)
    Telefon: 00491805121300 (Schweiz + Österreich)
    Hotline-Zeiten: Mittwoch und Freitag jeweils von 11:30 Uhr bis 13:00 Uhr
  • Beratung & Therapie
    Markus Schulte-Hötzel
    Telefon: 04941 9948876
    Hotline-Zeit: Montag von 11:00 Uhr bis 11:45 Uhr
  • Praxis fĂŒr ganzheitliche Sprachtherapie
    Renate Kaufmann
    Telefon: 02361 909107
    Hotline-Zeit: Montag und Mittwoch von 13:30 Uhr bis 14:00 Uhr
  • Systemische LogopĂ€die
    Anne Wichtmann
    Telefon: 0228  9653455
    Hotline-Zeit: Donnerstag von 13:00 Uhr bis 13:30 Uhr
  • PRAXIS fĂŒr Sprachtherapie & PĂ€dagogik
    Miriam Mende
    Telefon: 06441 2104589
    Hotline-Zeit: Freitag von 12:15 Uhr bis 13:15 Uh
  • LogopĂ€dische Praxis Kissing
    Susanne Dieterle-Hautmann
    Telefon: 08233 794380
    Hotline-Zeiten: Montag und Mittwoch bis Freitag von 11:00 Uhr bis 12:00 Uhr  

     

Wegweiser

So können Eltern ihre Kinder unterstĂŒtzen

Empfehlungen des ZEL Heidelberg
  • Suchen Sie sich Hilfe bei Fachpersonen. Sprechen Sie mit Ihrem/r Kinderarzt/KinderĂ€rztin.
  • Nehmen Sie das Schweigen Ihres Kindes niemals persönlich. Es verhĂ€lt sich nicht freiwillig so.
  • Glauben Sie ganz fest daran, dass Ihr Kind lernen wird, in fremden Situationen zu sprechen. Ihr Kind benötigt dieses Vertrauen.
  • Fordern Sie Ihr Kind nicht zum Sprechen auf: "Du gehst zum EisverkĂ€ufer und kaufst dir dein Eis selbst!" Druck steigert die Angst vor dem Sprechen!
  • Beobachten Sie Ihr Kind und finden Sie heraus, was ihm hilft, sich in fremden Situationen wohl zu fĂŒhlen.
  • Gehen Sie mit Ihrem Kind weitgehend normal um, zum Beispiel so wie mit den Geschwisterkindern. Seien Sie nicht zu vorsichtig und nehmen Sie ihm nicht alles ab.
  • UnterstĂŒtzen Sie Ihr Kind, indem Sie ihm "BrĂŒcken" zur Sprache bauen. Dazu gehört, dass es sich zunĂ€chst mehr zutraut: "Wir gehen zusammen zum EiskĂ€ufer. Ich sage ihm, welche Sorte du möchtest und du gibst ihm dann das Geld."
  • Fördern Sie Freundschaften. Laden Sie Kinder ein, mit denen Ihr Kind im Kindergarten oder in der Schule gerne zusammen ist. Es kann sein, dass Ihr Kind mit diesen in der vertrauten Umgebung spricht. Dadurch besteht die Chance, dass Ihr Kind mit diesen Kindern auch in der Kita anfĂ€ngt (leise) zu reden.
  • BestĂ€tigen Sie Ihr Kind bei jedem Fortschritt.
  • Bleiben Sie im GesprĂ€ch mit den pĂ€dagogischen FachkrĂ€ften in de Kita oder Schule.
Eine Tasche voller Mut
Autorin Sabine Laerum

Damit das Sprechen ĂŒberall spielerisch geĂŒbt werden kann, hilft ein kleines Mutig-Sprechen-Necessaire. Darin stecken Dinge, die das Sprechen fördern und Spaß machen. Im Restaurant, im Bus, beim Arzt im Wartezimmer kann man dann dieses TĂ€schchen hervorziehen. So werden Situationen, in denen frĂŒher alle stumm waren, zu Sprechsituationen.

Gut geeignet sind:

  • Das Spiel "Dobble"
  • Lieblingsfragen laminiert an einem SchlĂŒsselring
  • Luftballons zum Aufblasen und herumkicken
  • Eine Schreibtafel zum GalgenmĂ€nchen spielen
  • "Story cubes", kleine WĂŒrfel mit Bildern, mit deren Hilfe man eine Geschichte zusammen erfinden kann
  • Belohnungsaufkleber
  • Ein, zwei kleine Belohnungen
  • Ein Pixi-Buch zum Vorlesen. Dabei lassen sich dem Kind gut Auswahlfragen stellen - "Wird der böse Zauberer am Ende eigentlich gut oder bleibt er böse?"

Mutismus bei Jugendlichen & Erwachsenen

In unserer Gesellschaft wird ein hohes Maß an Kommunikation vorausgesetzt. Beruflich wie privat wird von uns erwartet, dass wir uns gut „verkaufen“ können. Der Druck, sich gewĂ€hlt und interessant auszudrĂŒcken, ist enorm. Nicht jeder fĂŒhlt sich dem gewachsen. Angststörungen, soziale Phobien oder der Mutismus sind lĂ€ngst keine Seltenheit mehr.

  • Welche Schwierigkeiten im Lebensalltag mutistischer Erwachsener auftreten?
  • Welche Auswirkungen hat das Schweigen auf die Lebensbereiche Beruf, Wohnen, Freizeit, Freundeskreis und Partnerschaft? Welche Schwierigkeiten können auf der jeweiligen Ebene auftreten?
  • Wie kann therapeutisch entgegengewirkt werden und damit eine dauerhafte Überwindung des Schweigens erreicht werden?

Du bist nicht allein

Betroffene und Angehörige erzĂ€hlen ihre Geschichte. Sie berichten aus ihrem Leben, wie sie ihr Schweigen ĂŒberwinden konnten, welche Erfahrungen sie gemacht haben oder ĂŒber ihren Weg, den sie gerade bestreiten.
Möchtest auch du mit deiner Geschichte Anderen Mut machen? Dann schreib uns, wir freuen uns ĂŒber deine Post.

Ich mache mit

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Nachteilsausgleich und Unterrichtsasssitenz

Was bedeutet Nachteils­ausgleich?

„Nachteilsausgleich“ bedeutet, dass SchĂŒlerinnen und SchĂŒler mit Teilleistungsstörungen oder behinderungsbedingten Nachteilen oder BeeintrĂ€chtigungen, die zielgleich unterrichtet werden, einen Rechtsanspruch auf schulische Hilfs- und UnterstĂŒtzungsmaßnahmen haben, die ĂŒber die individuelle Förderung hinausgehen.
Die Lernenden erhalten eine an ihrem Bedarf orientierte UnterstĂŒtzung, um ihren Begabungen gemĂ€ĂŸ, das Schulsystem angemessen durchlaufen und einen entsprechenden Abschluss erreichen zu können.
Art und Umfang von Nachteilsausgleichen sind stets so auszurichten, dass eine begrĂŒndete Benachteiligung ausgeglichen und dem Grundsatz der Chancengleichheit möglichst vollstĂ€ndig entsprochen wird.

mehr erfahren

Nachteilsausgleich - ja oder nein?

Die wunderbare Kamala Kimby, ehemalige Mutistin, hat dazu eine klare Meinung.

Leitlinien fĂŒr PĂ€dagogen

Selektiv mutistische Kinder schweigen in nahezu allen sozialen Situationen. In der Schule wirken sie oft teilnahmslos bzw. schĂŒchtern und sprechen nicht oder nur sehr wenig mit MitschĂŒlern oder Lehrern. Zu Hause in vertrauter Umgebung sprechen sie jedoch ganz normal. Sie wirken Ă€ngstlich und nervös. im Klassenverband sind mutistische Kinder meist durchaus beliebt. Es kommt nicht selten vor, dass MitschĂŒler sich als "Sprachrohr" fĂŒr diese Kinder anbieten. Der selektive Mutismus tritt  sehr oft in den ersten zwei Schuljahren auf.

Wie geht man das Problem an?

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Illustration einer Lehrkraft
Eine junge blonde Lehrerin im Einzelkontakt mit ihrer SchĂŒlerin ca. 9 Jahre alt

Unser Netzwerk

Unser Netzwerk ist eine unserer grĂ¶ĂŸten StĂ€rken. Es ist ein Angebot fĂŒr Betroffene, Angehörige und Interessierte sich gegenseitig auszutauschen. So können sich deutschland- und weltweit Menschen ĂŒber persönliche Anliegen und gleiche Probleme miteinander besprechen. Viele kennen zum Beispiel die Fragen und Sorgen der Eltern mutistischer Kinder und helfen gern weiter. Unser zertifiziertes Therapeuten-Netzwerk hilft bei der Suche nach einem geeigneten Mutismus Spezialisten im Umkreis. 

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Netzwerk fĂŒr Eltern

Das Angebot der digitalen Selbsthilfe annehmen und gegenseitig profitieren. In unserem Eltern-Netzwerk könnt ihr den Wissensschatz anderer Betroffener und Eltern nutzen.

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Therapeuten- Netzwerk

In unserem Therapeuten-Netzwerk sind Mitglieder des Vereins gelistet, die sich dafĂŒr zertifiziert haben und ĂŒber Erfahrungen mit mutistischen Patienten verfĂŒgen.

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Netzwerk International

Zahlreiche internationale Informationsplattformen zum Thema Mutismus könnt ihr diesem Netzwerk finden und euch verbinden.

So wollen wir helfen

  • PrĂ€vention fĂŒr Betroffene, Angehörige, Fachpersonen aus der Gesundheitsbranche und dem Bildungssystem
  • Informationsveranstaltungen und Fortbildungen zum Mutismus
  • Der Verein stellt ein zertifiziertes Therapeuten-Netzwerk zur VerfĂŒgung, damit Betroffene & Angehörige in ihrem Umfeld Hilfe finden.
  • Wir unterstĂŒtzen mit unseren Community-KanĂ€len den  Austausch mit Menschen in Ă€hnlicher Lage.
  • Wir bieten Therapeuten einen Informationsaustausch ĂŒber Behandlungsmethoden, Medikamente, Hilfsmittel, TherapieansĂ€tze uvm.
  • Wir möchten Mut, Kraft und Hoffnung geben, den Mutismus zu ĂŒberwinden.

Unsere Community

Unser Discord-Kanal ist ein Ort, an dem du dich mit anderen Betroffen, Angehörigen, Eltern, Erzieher/innen, Lehrer/innen uvm. zum Thema Mutismus austauschen kannst. Egal, wie weit ihr voneinander entfernt seid – per Text-, Sprach- und Videochat bleibt ihr in Kontakt. Du kannst dich jeden Tag mit Leuten treffen und kommunizieren.
Der Discord-Kanal unseres Vereins ersetzt das ehemalige Mutismus-Forum.

 

Messaging people phone hands

Medien ĂŒber Mutismus

In unserer Medienbibliothek findet ihr eine Auswahl an Videos, Podcats, Presseartikeln, Buchempfehlungen und Informationsmaterial zum Download rund um das Thema Mutismus auf einen Blick.

mehr erfahren

Jetzt unterstĂŒtzen

Um unser Ziel, mehr öffentliche Akzeptanz zu der seltenen Erkrankung des Mutismus zu erreichen, ist es mehr als notwendig eine intensive Öffentlichkeitsarbeit auf allen Ebenen zu betreiben.
Ihre Spende ermöglicht es uns, z.B. Anzeigen, Flyer, Plakate, Videos etc. anfertigen zu lassen. Veranstaltungen zu organisieren oder dass wir selbst daran teilnehmen können. Pressearbeit von und mit Journalisten zu finanzieren und vieles mehr.
Je frĂŒher Kinder mit Hilfe einer auf Mutismus spezialisierten Therapie beginnen, desto grĂ¶ĂŸer ist die Chance, dass sie es schaffen, ihr Schweigen zu ĂŒberwinden.
Auch eine Mitgliedschaft in unserem Verein trÀgt zum Wachsen der Gemeinschaft bei.

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