Wenn ein Kind in der Schule dauerhaft schweigt, wird dies häufig als Schüchternheit, Unsicherheit oder fehlende Mitarbeit interpretiert. Tatsächlich kann hinter diesem Verhalten selektiver Mutismus stehen – eine Angststörung, bei der Kinder in bestimmten Situationen nicht sprechen können, obwohl sie grundsätzlich altersgerecht sprechen.
Der Leitfaden vermittelt wissenschaftlich fundiertes Wissen und praxisnahe Handlungsempfehlungen für den schulischen Alltag. Er unterstützt Lehrkräfte dabei, betroffene Kinder besser zu verstehen, Druck zu vermeiden und Teilhabe zu ermöglichen.
In enger Zusammenarbeit mit der Autorin Pia Zucht und der Universität Erfurt sowie Expert*innen aus dem pädagogischen Bereich, Betroffenen und deren Eltern, wurden Bedarfsanalysen durchgeführt. Diese wertvollen Perspektiven konnten wir so in den Leitfaden für die Schule einfließen lassen.
Unser Ziel ist es, mit der Broschüre Pädagogen, Lehrkräften, Schulleitungen und Ämtern hilfreiche Werkzeuge an die Hand zu geben, um die durch selektiven Mutismus entstehenden Barrieren zu überwinden. Der Leitfaden bietet sowohl den theoretischen Hintergrund als auch viele praktische Tipps und Anregungen, um den Umgang mit Betroffenen im Schulalltag zu erleichtern.
Ein besonderer Dank gilt den Betroffenen und ihren Familien, deren Offenheit und Erfahrungen maßgeblich zur Erstellung dieses Leitfadens beigetragen haben.
Weiterhin danken wir der DAK Gesundheit, welche über eine Projektförderung diesen Leitfaden erst möglich gemacht hat.
Über eine kleine Spende, die wir für den Versand und Nachdruck der Broschüre nutzen, würden wir uns sehr freuen.
Selektiver Mutismus ist keine bewusste Entscheidung und keine Verweigerung. Das Schweigen entsteht durch eine unwillkürliche stressbedingte Blockade, die nicht nur das Sprechen, sondern häufig auch Mimik, Gestik und Handlungsfähigkeit einschränkt.
Für Schulen ist es wichtig zu wissen: Kinder mit selektivem Mutismus möchten meist sprechen – sie können es in belastenden Situationen jedoch nicht. Eine verständnisvolle Haltung und ein sicher gestalteter Schulalltag sind entscheidende Voraussetzungen für ihre Entwicklung.
Lehrkräfte gehören häufig zu den ersten Personen, die auffälliges Schweigen im schulischen Alltag wahrnehmen. Gleichzeitig fühlen sich viele Pädagoginnen und Pädagogen im Umgang mit selektivem Mutismus unsicher.
Der Leitfaden hilft dabei,
Der Leitfaden vermittelt unter anderem Informationen zu
Kinder mit selektivem Mutismus benötigen keine Aufforderung zum Sprechen, sondern eine Umgebung, die Sicherheit vermittelt und ihre Teilhabe ermöglicht. Bereits kleine Veränderungen im schulischen Alltag können dazu beitragen, Angst zu reduzieren und Entwicklung zu fördern.
Der Leitfaden zeigt Schritt für Schritt, wie Lehrkräfte betroffene Kinder kompetent begleiten, Missverständnisse vermeiden und eine wertschätzende Lernumgebung schaffen können.
Sie möchten den Leitfaden „Selektiver Mutismus in der Schule“ digital nutzen?
Die PDF-Version steht Ihnen kostenlos zum Download zur Verfügung und eignet sich für Lehrkräfte, Schulleitungen, Schulsozialarbeit sowie weitere pädagogische Fachkräfte.
Sie können die Broschüre auch ganz bequem bestellen und sie landet direkt in Ihrem Briefkasten.
Da wir als gemeinnütziger Verein die Versandkosten selbst tragen, würden wir uns über eine kleine Spende freuen, die ausschließlich für die Deckung der Portogebühren verwendet wird. Mit Ihrer Unterstützung ermöglichen Sie es uns, weiterhin wertvolle Materialien für die Aufklärung und Unterstützung rund um das Thema Mutismus bereitzustellen.
Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!
Weitere Fachleitfäden
Selektiver Mutismus in der Arztpraxis
Der allgemeine Ärzteleitfaden vermittelt Grundlagen zu Diagnostik, Differentialdiagnostik und medizinischer Begleitung des selektiven Mutismus und richtet sich an Ärztinnen und Ärzte verschiedener Fachrichtungen.
Selektiver Mutismus in der Zahnarztpraxis
Der Zahnarztleitfaden zeigt, wie Zahnarztpraxen Menschen mit selektivem Mutismus angstarm und verständnisvoll begleiten können – von der Terminvereinbarung bis zur Behandlung.